Was muss mein Pferd für die pferdegestützte Arbeit alles können?

Transkript anzeigen

00:00:00: In der heutigen Podcast-Folge beantworte ich eine Frage, die uns relativ häufig erreicht.

00:00:04: Und zwar was muss mein Pferd eigentlich für die Pferde gestützte Arbeit können?

00:00:09: Ich wünsche euch ganz viel Freude mit der aktuellen Episode!

00:00:13: Entspannen mit Pferden Der Alternative Pferdepodcast.

00:00:20: Ich sage euch ganz ehrlich, ich würde ja lieber die Frage beantworten.

00:00:23: Was braucht das Pferd von uns damit es in der pferdegestützten Intervention sich geschützt fühlt ernst genommen und gesund ist?

00:00:32: Aber ich kann natürlich nachvollziehen dass gerade Menschen die sich für unsere Ausbildungslehrgänge interessieren möchten was muss denn mein Pferд mitbringen?

00:00:42: Die meisten von euch wissen ja schon, dass die Pferde gestützte Arbeit nicht unbedingt von spektakulären Übungen profitiert sondern das die Kraft eher in den feinen Momenten liegt.

00:00:52: Im Abstand, den der Pferd wählt, in einer klaren Reaktion auf ein Körpersprache oder eben in der Ruhe, die es ausstrahlt.

00:01:00: und damit diese Begegnungen für Mensch-und-Pferd stimmig bleiben braucht's natürlich eine sorgfältige Auswahl, passende Vorbereitung.

00:01:11: Bei der Auswahl von einem geeigneten Pferd geht es jetzt aber weniger um das Können des Pferdes oder den Ausbildungstand, sondern wir brauchen Pferde die mit unterschiedlichen Menschen in einem überschaubaren gut vorbereiteten Rahmen gelassen umgehen können.

00:01:29: Das heißt wir möchten Pferden die ansprechbar bleiben auch wenn jemand vielleicht unsicher ist ein bisschen langsamer reagiert oder auch mal emotional sehr bewegt.

00:01:39: Das bedeutet aber nicht, dass das Pferd alles hinnehmen muss.

00:01:42: Ganz im Gegenteil.

00:01:44: Abpferd darf und soll seine Grenzen deutlich zeigen dürfen!

00:01:49: Und gerade abpferdt es jetzt im Entspannungstraining Der allgemeinen Präventionsarbeit im pädagogischen Setting oder auch in kreativen Begegnungen eingesetzt wird, das braucht eine stabile innere Grundhaltung.

00:02:03: Das heißt es sollte nicht bei jeder ungewohnten Bewegung erschrecken sich aber auch nicht innerlich zurückziehen oder resignieren.

00:02:11: wenn's wach ist interessiert aber regulierbar dann ist es viel wertvoller als erscheinbar vollständige Gleichgültigkeit, die wir mit einer erlernten Hilflosigkeit gleichsetzen können.

00:02:24: Die meisten Menschen verbinden jetzt so geeignetes Pferd eben mit einer besonders ruhigen Ausstrahlung und Ruhe ist tatsächlich ein wesentliches Merkmal.

00:02:34: aber – und das ist ganz wichtig!

00:02:36: Sie darf nicht mit einer Starre verwechselt werden.

00:02:40: Also er pferd, dass aus einer Überforderung heraus nur noch erstarrt.

00:02:43: Das vermittelt keine gesunde Entspannungen.

00:02:46: Er wirklich gelassenes Pferd nimmt seine Umgebung wahr das kann Reize einordnen und auch wenn es kurzer mal irritiert ist findet es wieder in seine Balance zurück.

00:02:58: Und dazu gehören alle möglichen Alltagsreize Arraschelnde Kleidung Ungewundte Stimme Rollstuhl Eregenschirm Erkind, das vielleicht sprunghafte Bewegungen macht oder ein Mensch, der aus Nervosität vielleicht zu nah herantritt.

00:03:13: Und kein Pferd muss jede Situation klaglos akzeptieren.

00:03:17: Entscheidend ist, dass ihr als Fachkraft Situationen vorausschauend gestalten könnt und das das Pferde nicht über seine Belastungsgrenze gebracht wird – und dass ihr die erkennt und wahrnehmt und das Pfärde davor schützt, ist eben auch essentiell!

00:03:35: In einer meiner eigenen Ausbildungen habe ich mal gelernt, dass sich ein geeignetes Pferd in der pferdigestützten Arbeit an geeigneten Körperstellen berühren lassen muss.

00:03:47: Und das finde ich relativ furchtbar, weil zum einen was sind geeignete Körperstellen?

00:03:53: von wem werden die definiert und müssen die dann für alle Pferde gleich sein.

00:03:57: Zum anderen ist das zum Beispiel überhaupt keine Grundvoraussetzung für mich.

00:04:02: also so wie wir uns von Fremden nicht irgendwo berühren oder streicheln lassen wollen muss der Pferd genauso wenig.

00:04:10: Und natürlich, die meisten Leute, die in die Pferde gestützt der Arbeit kommen haben noch relativ wenig Pferderfahrung.

00:04:17: Die haben das Gefühl, das Tier ist flauschig und hat ein Fell.

00:04:20: Das kann ich jetzt überall irgendwie angreifen.

00:04:23: Es geht trotzdem auch um einen respektvollen Abstand.

00:04:27: Den soll nicht immer nur das Pferd dem Menschen gegenüber einhalten sondern bitte auch umgekehrt.

00:04:33: Das Pferdd muss nicht verschmuss sein und es muss sich auch nicht überall berühren lassen wollen!

00:04:39: Es gibt Pferde, die suchen keine Nähe.

00:04:42: Die sind aber trotzdem sehr ruhig klar und ehrlich in der Kommunikation und genauso gut geeignet.

00:04:48: Wichtiger als jetzt so besonders anhängliches Wesen ist natürlich die Berechenbarkeit.

00:04:53: also ob Pferd sollte nicht plötzlich jemanden bedrängen oder nach der Kleidung schnappen oder Menschen mit der Schulter wegschieben oder beim Führen irgendwie gefährlich sein.

00:05:05: das ist viel wichtiger.

00:05:07: Freundlichkeit zeigt sich im Pferdealltag oft leise, das kann ein weicher Blick sein in einem freiwilligen Mitgehen sich äußern oder einer ruhigen Atmung.

00:05:19: Das alles kann eine Bereitschaft sein Kontakt zuzulassen ohne dass es pferd sich von jedem angrabschen lassen muss.

00:05:28: Das Pferd kann überhaupt nur dann ein verlässlicher Partner sein wenn sein körperliches und seelisches Wohlbefinden geschützt sind Und das ist halt bei körperlichen Übergriffen einfach nicht der Fall.

00:05:40: Das heißt, wenn das Pferd Schmerzen hat, der unpassendes Equipment, Zahnprobleme, Stoffwechselbelastung oder überhaupt keine Erholungszeiten dann kann das Pfärd von seiner Grundausbildung noch so geeignet sein, dann wird es Probleme geben und auch ein sonst super geduldiges Pferdd kann dann gereizt sein schreckhaft oder total abwesend.

00:06:01: Und diese Signale, die da gesendet werden, das sind keine Unarten.

00:06:05: Sondern es ist eine Einladung, dass man mal genauer hinschaut.

00:06:09: Zur Eignung gehört übrigens auch verantwortungsvoller Pferdealltag.

00:06:14: Das heißt ich brauche artgerechte Haltung Ich brauch soziale Kontakte Die Möglichkeit einer freien Bewegungen passende Fütterung Und auch die Hufespielnerrolle, genauso wie der Rücken und die Zähne.

00:06:27: Das alles verdient Aufmerksamkeit!

00:06:29: Wer mit Pferden arbeitet, der trägt natürlich eine große Verantwortung – und zwar für die Teilnehmenden aber auch für das Tier.

00:06:38: Vielleicht sollten wir uns eher mal fragen was braucht es von unserer Seite damit ein Pferd in der Pferde gestützten Intervention gut mitarbeiten kann?

00:06:51: Das heißt, die Anzahl der Einsätze muss auch individuell zum Pferd passen.

00:06:55: Vielleicht habe ich ein sehr sensibles Pferde, das kann in einem kleinen, klaren Rahmen hervorragend arbeiten und bei mehreren Gruppen am selben Tag total überfordert sein!

00:07:06: Auf der anderen Seite habe ich vielleicht ein erfahrenes, kontaktfreudiges Pferd.

00:07:10: Das kann ein bisschen mehr tragen weil es das auch möchte und da all in ist braucht aber natürlich genauso Pausen freie Tage und Abwechslung.

00:07:19: Es gibt also keine allgemein gültige Stundenanzahl sondern es muss für jedes Pferdd individuell passen.

00:07:26: Wenn ich jetzt ab pferd in der Pferde gestützten Arbeit einsetzen möchte Dann muss es keine hohen sportlichen Lektionen beherrschen.

00:07:35: Solide Grundausbildung am Boden ist aber schon was Wichtiges, das heißt es sollte sich aufmerksam führen lassen Es sollte auf Körpersprache reagieren Es sollte stehen bleiben können und sich in einem angemessenen Abstand positionieren lassen.

00:07:51: Auch das ruhige Warten gehört dazu etwa während der Menschaufgabe vorbereitet oder seine Eindrücke beschreibt und nachwirken lässt.

00:08:00: Und hilfreich ist hier natürlich, wenn ich das Pferd schrittweise daran gewöhne an diese typischen Abläufe und wenn ich diese auch so gestalte dass für das Pfert angenehm ist.

00:08:11: Und da kann man natürlich auch verschiedene Gegenstände in der pferdegestützten Arbeit immer wieder zur Hilfe ziehen, die für das Pferd vielleicht anfangs ungewohnt sind und es kann alleise Hintergrundmusik sein, Frequenzen, vielleicht Decken, irgendeiner Bodenmaterial Stühle oder sonstiges.

00:08:34: Gewöhnung bedeutet nicht, ab Pferd mit Reizen zu überfluten und rumzuwacheln und das voll zu desensibilisieren.

00:08:42: Sondern Reizer werden dosiert angeboten.

00:08:45: Das verbinden wir bitte mit Pausen!

00:08:47: Und wir gestalten es so dass das Pferder Wahlmöglichkeit hat sich auch ein bisschen zurückziehen kann und dadurch auch Ersicherheit erlebt.

00:08:56: Je nach Angebot können jetzt auch weitere Fähigkeiten sinnvoll sein.

00:09:01: Also wenn ich achtsame Spaziergänge mache oder Waldbaden anbiete, dann ist es natürlich von Vorteil, wenn das Pferd geländesicher ist und sich im Gelände entspannen und wohlfühlen kann.

00:09:14: Und auch so was kann man natürlich üben!

00:09:17: Und bei Angeboten mit Kindern ist ein ruhiges, klares Verhalten gerade bei den kleineren die noch unkoordinierte Bewegungen haben besonders wertvoll.

00:09:27: Für Übungen mit Kreativität oder Naturmaterialien und Natur erleben kann es hilfreich sein wenn das Pferd Gegenstände in seinem Umfeld relativ gelassen akzeptiert oder eben eine gewisse Neugierde hat und da auch vielleicht Spaß daran hat sich neues anzuschauen und das zu erkunden.

00:09:47: Und ich sag's euch, wie es ist.

00:09:48: Das ist jetzt vielleicht ein bisschen Überraschung aber das bravste Pferd ist nicht immer das passendste.

00:09:55: Manchmal sucht man extra ruhiges Pferdaus weil es halt möglichst wenig reagiert.

00:10:00: Und gerade in der persönlichen Entwicklung, da kann eine feine respektvolle Rückmeldung vom Pferd sehr wertvoll sein.

00:10:07: Er pfährt das bei Unklarheit ein Schritt zur Seite geht oder bei zu viel Druck mal im Kopf hebt und sagt hey so nicht macht Körpersprache und innere Haltung viel besser sichtbar.

00:10:18: Und Voraussetzung ist natürlich dass ihr soweit geschult seid dieses Verhalten zu lesen einzuordnen und es ganze sicher zu begleiten.

00:10:27: Das heißt, ein besonders sensibles Pferd ist nicht automatisch ungeeignet.

00:10:31: Es braucht einfach einen anderen Rahmen und auch Alter- und Vorgeschichte brauchen ein bisschen differenzierte Betrachtung.

00:10:39: Ein junges Pferdd kann neugierig und lernfreudig sein.

00:10:42: es braucht aber etwas mehr Zeit Erfahrung und Schutz Und auch ein bisschen einen Rahmen der eben nicht zu viele neue Anforderungen mit sich bringt.

00:10:53: Der älteren Pferrd bringt oft Gelassenheit mit kann aber körperlich einfach schneller ermüden, braucht mehr Pausen.

00:11:00: Ein Pferd mit belastender Vorgeschichte muss nicht ausgeschlossen werden, sollte aber niemals durch die Arbeit mit Menschen irgendwie repariert werden sondern es hat einen ganzen eigenen Bedarf an Sicherheit und der steht halt an erster Stelle.

00:11:15: das heißt gerade wenn mein Pferddraumatisiert ist dann ist es nicht hilfreich zu sagen cool!

00:11:21: Das nehme ich jetzt für die Pferde gestürzt Arbeit, weil das wieder zu abgehärtet.

00:11:25: Da kommen so viele verschiedene nette Menschen bis das Pferd irgendwann mal lernt es eh alles okay sondern man muss einfach darauf Rücksicht nehmen.

00:11:33: und gerade diese Pferde sollten dann auch das Gefühl haben dass sie sich belastenden Situationen egal ob wir die jetzt nachvollziehen können oder nicht entziehen können Weil das ist genau das wirklicher Sicherheit vermittelt.

00:11:48: Ich bin ja ein großer Fan von Partizipation, also bei mir dürfen alle Pferde dabei sein.

00:11:54: Egal ob die noch sehr jung sind oder schon älter sind, wie Wächchen und Handicap haben.

00:12:00: Weil mein pädagogischer Ansatz ist es nicht, die Pferden irgendwie passend zu schleifen damit Hinz und Kunst mit denen gut klar kommt sondern ich möchte den Menschen vermitteln dass das Individuen sind auf die wir einfach Rücksicht nehmen.

00:12:16: Und ich erzähle das immer wieder gern, vielleicht hast du es in einer anderen Podcast-Volge auch schon mal gehört.

00:12:21: Mein Araber Salahadin der ist superkitzelig beim Putzen und er tritt natürlich nicht gezielt nach Menschen aber der stapft so mit den Füßen wenn sie kitzelt.

00:12:31: und da wurde mir ja auch schonmal gesagt naja den weißen Araber dem würde ich nimmer hernehmen für die Kinder mit dem Gezappel usw.

00:12:39: doch natürlich!

00:12:40: Das ist eine Eigenheit von ihm.

00:12:41: Ich sage dass den Kindern die wissen Bescheid wir nehmen darauf Rücksicht Grund ihn auszuschließen, nur weil er kein wachkoma Patient ist der an der Putzstange hängt und sie nicht mehr bewegt.

00:12:54: Sondern es geht einfach darum dass wir den Kindern auch beibringen du schau her!

00:13:01: Der ist da einfach kitzlig, der mag das nicht und deshalb tun wir's nicht Und das is ja so wichtig denn genau das braucht ihr im Umgang mit anderen Menschen auch.

00:13:12: Und man muss auch ganz klar sagen, wenn wir die Pferdesprache gut lesen können.

00:13:17: Dann können wir auch für solche Grenzüberschreitungen schützen und dann passiert halt auch nix!

00:13:22: Die fachliche Kompetenz von Menschen ist schon auch entscheidend darüber, ob ein Pferd seine Stärke überhaupt zeigen kann?

00:13:30: Wenn ich früher anzeige von Stress – und die sind oft sehr subtil zum Beispiel angespannte Maulbereich, häufiges Schnauben ohne Entspannung, festgehaltener Schweife ausweichender Blick, plötzliches Schaden oder vielleicht auch ein deutlich verändertes generelles Verhalten.

00:13:48: Wenn ich das alles lesen kann und diese Signale wahrnehmen kann dann kann ich auch rechtzeitig Pausen einbauen.

00:13:55: Dann kann ich einen Abstand schaffen oder Erübung einfach verändern oder auch mal abbrechen.

00:14:01: Und ihr seht schon, da geht es gar nicht darum was das Pferd alles kann und ob das irgendwie dodelbraf ist wie man bei uns so schön sagt sondern es geht halt auch um meine eigene Kompetenz.

00:14:12: Unser Pferdd darf bei uns jederzeit aus einer Begegnung rausgenommen werden und rausgehen und diese Haltung ist kein Zeichen für fehlende Profilität Sondern das ist ein Qualitätsmerkmal.

00:14:25: Das heißt die Teilnehmenden unserer werdgestützten Interventionen, die lernen dadurch etwas ganz Wesentliches und zwar Grenzen sind nicht störend sondern die schaffen Sicherheit, Respekt und vor allem auch eine echte Verbindung.

00:14:40: Ganz klare Regeln, die unterstützen beide Seiten.

00:14:43: Das heißt Menschen brauchen eine Einführung, sie müssen lernen.

00:14:47: kann ich ein Pferd berühren?

00:14:49: Wenn ja wie bewege ich mich, wie laut bin ich rund ums Pferdd, halte ich Abstand oder nicht?

00:14:55: und das pferd braucht auch vorhersehbare Abläufe.

00:14:58: es braucht auch einen Rückzugsort und einer Person die die Verantwortung übernimmt.

00:15:04: Und bevor ihr ein neues Pferd in der Pferde gestützten Arbeit einsetzt, möchte ich euch schon empfehlen dass ihr maler Beobachtungsphase einführt.

00:15:13: Dass ihr mal schaut wie reagiert das Pferden unterschiedlichen Situationen?

00:15:18: Wie reagiert es auch auf neue Menschen und kann es nach einer kleinen Überraschung schnell wieder entspannen?

00:15:25: sucht es überhaupt freiwillig Kontakt oder zeigt eigentlich er deutliches Ausweichverhalten?

00:15:31: Und da könnt ihr euch wirklich auch über mehrere Tage oder Wochen Notizen machen und das mal wirklich gut beobachten.

00:15:39: Denn nicht jedes Pferd, der so gute Grundausbildung hat und das sozusagen was am Kasten hat ist auch geeignet für die pferdegestützte Arbeit!

00:15:47: Denn viel wichtiger als die Frage Was muss das Pferdd können?

00:15:52: Ist es für mich die Frage Hat das Pfärd da Lust

00:15:54: drauf?!

00:15:55: Ist es ein Pferdt dass gerne mit Menschen arbeitet und auch gerne mit mehreren Menschen?

00:16:01: Und das ist einfach nicht immer der Fall.

00:16:04: Und Einschätzung darf sich auch verändern,

00:16:07: d.h.,

00:16:07: der Pferd kann in einer Lebensphase sehr passend sein und richtig Lust drauf haben – und später hat es vielleicht andere Bedürfnisse!

00:16:16: Auch des Wetter-Kandarrolle spielen die Herdenkonstellationen.

00:16:19: Es gibt körperliche Veränderungen und generell als verantwortungsvoller Besitzer bleibt es bei euch zu entscheiden ob ein Pferdd überhaupt diesen Job übernehmen möchte oder nicht.

00:16:34: Und mein Pandu zum Beispiel hat das jahrelang sehr, sehr gerne getan.

00:16:39: Jahrzehntelang eigentlich sogar.

00:16:41: und irgendwann wurde er älter und irgendwann habe ich gemerkt... Das ist nimmer Seins!

00:16:45: Es kommen mehrere Menschen, aber er hatte keine Lust mehr auf eine echte Interaktion.

00:16:51: Und früher war da All In.

00:16:53: Das hat ihm Spaß gemacht!

00:16:55: Der war im Mittelpunkt, der war total achtsam... ...der war neugierig und wach und klar im Blick.

00:17:02: Er hat sich immer gefreut drauf.

00:17:05: Irgendwann habe ich gemerkt, dass er nicht mal unbedingt mitgehen wollte,... eher die Leute ein bisschen bedrängt hat und nur noch hinterkraulen wollte.

00:17:15: Und das hat für mich auch so ausgesehen, als würde ich sagen... Liebe Leute!

00:17:19: Ich bin jetzt in Pension.

00:17:21: Mir reicht's!

00:17:22: Ihr könnt es gerne kommen wenn ihr was dabei habt.

00:17:24: zum Essen ist gut.

00:17:26: Ihr könnt mir auch im Hinterkraulen und sonst irgendwie etwas nettes für mich machen.

00:17:32: aber dass ich da jetzt mitkommen und mit euch eure Themen bearbeite, das ist vorbei.

00:17:37: Der war wie gesagt super geeignet, weil er einfach auch wollte und da wirklich Spaß dran hatte.

00:17:43: Und irgendwann war es eben nicht mehr so.

00:17:46: Da kann er jetzt noch so gute Ausbildung haben und da kann er noch so grundsätzlich geeignets sein und noch so viel Erfahrung mitbringen.

00:17:53: Er will einfach nicht mehr!

00:17:55: Das alleine reicht aus dass er jetzt ungeeignet ist, weil dieses Pferd keine Motivation mehr hat.

00:18:04: Das heißt auch das best geeignete Pferd, dass ist kein Werkzeug für meinen Konzept.

00:18:09: Es ist immer nur ein Partner und der hat auch eine ganze eigene Tagesform, der verändert sich im Laufe des Lebens und er hat eigene Grenzen.

00:18:19: Und wenn wir die wirklich wahrnehmen dann kommen wir vielleicht auch mal zu dem Entschluss, dass es jetzt nicht mehr passt.

00:18:27: Und da möchte ich euch wirklich dazu aufrufen, nicht nur bei den Jungen oder bei den neuen Pferden zu schauen sind die geeignet für die pferdegestützte Arbeit sondern immer wieder mal auch auf eure bestehenden Pferde.

00:18:38: Die schon in der pferdigestützten Intervention aktiv sind ein Auge zu haben und wirklich zu beobachten und genau hinzuschauen ob diese Eignung immer noch der Fall ist.

00:18:50: denn Auch die dürfen ihre Meinung ändern, genauso wie ihr vielleicht zwei drei Jahre in einem Job glücklich seid und dann sagt boah.

00:18:59: Scheiße jetzt ist bald wieder Montag und ihr wer überhaupt keinen Bock in die Arbeit zu gehen würde am liebsten kündigen.

00:19:04: es ist überhaupt nicht mehr mein Ding das kann auch bei den Pferden passieren.

00:19:09: zusammengefasst bedeutet dass also dass solide Grundausbildung natürlich wichtig ist.

00:19:15: Wir müssen das Pferd ja im Alter gut händeln können und für einen sicheren Rahmen sorgen, nicht nur für uns und unsere Klienten sondern auch fürs Pferds selber!

00:19:25: Die weiterführende Ausbildung vom Pferdz spielt aber gar keine so große Rolle Ganz im Gegenteil zu unserer eigenen Kompetenz, denn wir sind diejenigen, die einen sicheren Rahmen schaffen sollten wo das Pferd eben gut wirken kann weil es sich sicher fühlt.

00:19:42: Weil er sich geschützt fühlt, weil es nicht über die eigene Belastung geht.

00:19:48: und es geht auch nicht immer nur darum dass das pferd irgendwie super brav ist Das mit sich machen lässt, sondern wir brauchen Pferde die klar im Kopf sind.

00:19:59: Die natürlich berechenbar sind und die adäquat auf unsere Körpersprache und Reize reagieren.

00:20:06: Es bedeutet nicht, dass er Pferd sich nicht mal erschrecken darf.

00:20:09: das bedeutet nicht dass er pferd nicht mal einen kurzen Hupfer machen darf.

00:20:13: aber die Tiere sollten natürlich wieder relativ schnell in die Entspannung und in die eigene Balance zurückfinden Und dafür braucht es eben genau das an sicheren Rahmen und vor allem auch eine kompetente Person an der Seite an der sie sich orientieren können.

00:20:31: Das ist jetzt nicht die schönste Erkenntnis, aber unter dem Strich kommen wir leider nicht drum herum zu erkennen dass es viel mehr darum geht was wir können als darum was das Pferd können muss.

00:20:44: In diesem Sinn vielen lieben Dank fürs Zuhören.

00:20:46: wenn euch die Podcast Folge gefallen hat dann freue ich mich wie immer über Stylen und Kommentieren und wir hören uns beim nächsten Mal!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.